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Pacific Missionary Aviation - Wir unterstützen die Insulaner auf den kleinstenj Inseln des Pazifiks
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Menschen in Mission

Jan und Rebekka Klassen, Palau

30° C, 80 % Luftfeuchtigkeit und strömender Regen. Wir sind endlich in Palau angekommen. Nach 28 Stunden Reisezeit und mehreren Jahren Vorbereitung beginnt unser erster Missionseinsatz. Palau begrüßt uns mit typisch tropischem Wetter, das in den nächsten Tagen vor allem unserer Tochter Aleah zu schaffen macht. Der Empfang, den uns das PMA-Team und einige Mitglieder der lokalen Gemeinde am Flughafen bereiteten, war sehr herzlich. Als wir im Apartment eintrafen, mussten wir erst mal ein paar Stunden Schlaf nachholen. Die letzten Wochen vor der Ausreise hatten es in sich: den Haushalt auflösen, alles aussortieren, was wir nicht mit auf die Reise nehmen konnten, Koffer packen, und eine Menge Papierkram erledigen. Und wegen des Coronavirus stand bis zum Schluss nicht sicher, ob unser Flug gestrichen wird oder nicht. 

Die ersten drei Tage hatten wir Zeit, um uns zu akklimatisieren, einzukaufen und den Jetlag zu überwinden. Es gibt immer noch viele neue Eindrücke zu verarbeiten; neue Gesichter, neue Kultur, neue Umgebung, neue Gemeinde usw. Auf der gesamten Insel beträgt die zulässige Höchstgeschwindigkeit 40 km/h – allerdings schaffen wir es selten, so schnell zu fahren, da man aufgrund der vielen Schlaglöcher kaum in den dritten Gang schalten kann. Am vierten Tag fahre ich das erste Mal zu meinem neuen Einsatzort am Flugplatz und bekomme einen ersten Eindruck, wie das Leben eines Missionspiloten aussieht. Schritt für Schritt werde ich an die neuen 

Herausforderungen der Fliegerei im Südpazifik herangeführt. Mit welcher Technik gelingt eine Wasserlandung am ehesten? Welches Riff sollte ich ansteuern, wenn der Motor plötzlich ausfällt? Wie evakuiere ich am schnellsten meine Passagiere nach einer Wasserlandung? Welche Infos bezüglich der Risiken und deren Minimierung sollte ich meinen Passagieren vor jedem Flug erklären? Auch das Wetter hat hier seine Eigenheiten. Es ist kaum vorhersehbar, zwischen heftigen Regenschauern und Sonnenschein liegen manchmal nur 10 Minuten. Ich war kaum eingewiesen, da kam der Shutdown für unsere Rundflüge über die Rock Islands, mit denen ich meine Flugstunden sammeln wollte. Jedoch konnten wir die Flugbereitschaft nach Angaur und für Notfallflüge (Medivacs) aufrechterhalten. Als ich das erste Mal abhebe, bin ich überwältigt von der Schönheit der „Rock Islands“. Aber noch schöner ist es, endlich in einem echten „Missionsflieger“ zu sitzen . Gott hat uns bis hierhergeführt und wir sind gespannt, was Er in den kommenden Monaten für uns bereithält.

Die Arbeitswoche bei uns geht von Dienstag bis Samstag. Am Mittwoch- und Donnerstagabend haben wir Bibel- und Gebetsstunde. Seit 2 Wochen dürfen wir wieder gemeinsame Gottesdienste feiern. Da Palau Corona-frei ist und niemand einreisen darf, wurden die Beschränkungen aufgehoben. Gott sei Dank! Um 8 Uhr beginnt Jans Arbeitstag. Ich (Rebecca) kümmere mich dann hauptsächlich um Aleah und mache den Haushalt. Zwischen 17 und 18 Uhr kommt Jan von der Arbeit, dann essen wir zusammen. Es gibt fast jeden Tag Fisch, und es vergeht kaum ein Abend, an dem wir keine Kokosnuss trinken. 

Für die Flüge am Samstag nach Angaur bereite ich eine Bibelarbeit vor, da wir dort mit ca. 5-7 Teilnehmern einen Bibelkreis haben. Die Bibelstunde am Samstag ist für mich immer das Highlight der Woche, der Austausch mit allen Beteiligten ist sehr bereichernd. Ich bin dankbar, dass die Einheimischen vor Ort mir gegenüber so offen sind, und Beziehungen schnell aufgebaut werden konnten. Letzte Woche bekam ich in Angaur eine fertig zubereitete Kokosnusskrabbe geschenkt, das war ein echt exotisches Abendessen. Im den letzten Monaten flogen wir so einige Medivacs, leider musste ich einen dieser Notfälle im Sarg wieder zurückfliegen. Eine andere Person hätte wahrscheinlich das Bein verloren, wenn sie erst auf ein Boot hätte warten müsste. Es ist schon ein besonderes Gefühl, wenn ein Medivac erfolgreich durchgeführt, und den Menschen sichtbar geholfen werden kann.  Wir sind dankbar für eure Gebete. 

Ein Einsatz für lebendiges Wasser

von Thomas und Sabine Walter, Rohrau

 

„Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“ Off. 21,6

 

Das ist unser Motto! Wir wollen Menschen im nördlichen Pazifik mit technischen Anlagen im Bereich Trinkwasser-Aufbereitung unterstützen. Unsere Idee ist, technische Ausrüstung für die Ärmsten der Armen zu entwickeln, zu fertigen und zu liefern. Deshalb haben wir, Roland Schlenker, Rüdiger Fladt und Thomas Walter „Las Fuentes International“ gegründet, weil es uns wichtig geworden ist, unser Wissen für andere zur Verfügung zu stellen. Seit einem Jahr bauen wir nun erfolgreich Wasseraufbereitungsanlagen zum Selbstkostenpreis, die verschmutztes und verkeimtes Wasser auf ganz einfache Weise ohne Chemie und absolut autark reinigen können. Dazu sind die Anlagen klein und können durch zwei Personen transportiert werden. Sie sind so einfach gebaut, dass sie auch keine komplizierte Wartung benötigen. Je nach Verschmutzungsgrad des Wassers können damit bis zu 600 Liter Wasser pro Stunde gereinigt werden. Ein Filter fängt zuerst grobe Partikel wie z. B. Sand und Pflanzenreste auf, danach entfernt ein Feinfilter kleinere Schwebeteilchen und Fäkalien, anschließend siebt ein Aktiv-Kohlefilter Chemikalien, Pestizide, Schwermetalle, Chlor sowie Geruchs- und Geschmacksstoffe aus dem Wasser. Der UV Reaktor tötet Keime sowie Bakterien und Viren durch eine Bestrahlung mit Ultraviolett-C-Licht ab, auch E-Kolibakterien, die u.a. Auslöser für Durchfall und Darmerkrankungen sind. Wir erreichen damit eine Entkeimungsrate von 99,99% bei Nichtüberschreitung der vorgegebenen Durchflussmenge.

 

Die ersten Wasseraufbereitungsanlagen sind bereits nach Madagaskar, Afrika und Indien verschickt worden und stehen dort Missionaren und Menschen zur Verfügung. Sie dienen auch als Türöffner, um Menschen mit Gottes Wort zu erreichen. Wir glauben, dass das Verbreiten von Jesu Liebe und seinem Wort allein mit dem Mund nicht möglich ist. Erst durch praktisches Handeln wird es lebendig. Das gilt überall, jedoch am stärksten, wo Menschen Not leiden.

 

Persönlich sehen wir eine Notwendigkeit, die Menschen im nördlichen Pazifikraum mit sauberem Wasser zu unterstützen. Oft ist durch Naturkatastrophen und Taifune keine Hilfe von außen möglich, und so bleiben die Inselbewohner ihrem Schicksal überlassen. Hier wollen wir sie wenigstens mit dem absolut Nötigsten unterstützen. Sauberes Trinkwasser, um den Menschen der kleinen Inseln ein Zeichen der Hoffnung zu geben und ihnen Jesu Liebe praktisch zu zeigen. Dafür hat Jesus uns aufs Herz gelegt, für 1 Jahr aus dem gewohnten Alltag auszusteigen. Das bedeutet für uns als Familie, dass wir uns 2021 – 2022 ein Jahr lang Zeit nehmen, und mit unseren Kindern nach Yap zu Heidi und Amos Collins gehen. Dort werden wir gemeinsam mit den Mitarbeitern von PMA unsere Anlagen aufstellen, wo immer sie benötigt werden.

 

Bisher wissen wir noch nicht genau, was uns auf Yap erwartet. Wir freuen uns schon sehr auf die Menschen und die für uns völlig anderer Art zu leben, auch wenn noch viele Details bis dahin geklärt werden müssen. Gerne dürfen Sie für uns als Familie jetzt schon beten. Wir müssen noch klären, wo wir wohnen werden und wo und wie unsere Kinder (15 und 13) zur Schule gehen können. Besonders für unsere beiden Teens ist es eine große Herausforderung, für 1 Jahr alles hinter sich zu lassen, ganz besonders ihre Freunde. Bitte beten Sie, dass auf Yap bald die Einreisebeschränkungen aufgehoben werden, damit wird diesen Jahreseinsatz wirklich durchführen können. 

 

Zwei Filteranlagen für die Insel Patnanungan sind bereits fertigstellt und werden dieser Tage auf die Philippinen verschifft. Dort werden sie in Poblacion und am neuen Landestreifen aufgestellt werden. Somit können die Einheimischen ihre ersten Erfahrungen mit diesen Filteranlagen machen. Weitere Anlagen werden wir dann in einem Überseecontainer nach Mikronesien verschiffen lassen. Diese werden wir dann gemeinsam mit den Menschen vor Ort aufbauen, sie in deren Gebrauch und Wartung einweisen und hoffen, dass wir damit viele Menschen mit sauberem Wasser versorgen können.

Herzliche Grüße

 

Sabine, Thomas, Jonathan und Hannah Walter


Simon Hämmerling - vom KFZ-Mechaniker zum Missionspiloten

Simon Hämmerling
Simon Hämmerling

Simon Hämmerling (PMA Deutschland)

 

Einsatzort:
Yap

 

Arbeit:
Flugzeugmechaniker und Pilot, Gemeindearbeit vor Ort

 

 

 

 

 

 

Es begann alles im Jahr 1995, als ich mit 13 Jahren einen Brief an PMA schrieb, der mit Fragen über Piloten und Mechaniker Anforderungen gefüllt war. Als Missionarskind und Sohn eines Pastors habe ich schon früh mitbekommen, was es heißt, an Jesus zu glauben und Gott zu lieben und zu fürchten. Damals schon fühlte ich mich wegen der facettenreichen Missionsarbeit zu PMA hin gezogen. Was ich nicht wusste war, dass Gott alles geplant und Schritt um Schritt vorbereitet und geebnet hatte.

 

In meinen Teenagerjahren verbrachte ich meine freie Zeit mit dem Bau und Flug von Modellflugzeugen. Das hat mir viel Freude gemacht und mir Ausdauer und Beharrlichkeit gelehrt. Außerdem habe ich dadurch viel über die Physik und Aerodynamik von Flugzeugen gelernt und weitergegeben. Nach Abschluss der Realschule habe ich eine 3 jährige Lehre als Automechaniker begonnen und im Rahmen der Berufsschule das Fachabitur gemacht. Während meines letzten Lehrjahres bewarb ich mich bereits bei PMA. Ich hatte weder Piloten- noch Flugzeugmechaniker-Lizenzen, die für einen längerfristigen Dienst bei PMA erforderlich sind. Ich ging zunächst als Kurzzeitmissionar für ein Jahr nach Yap. In dieser Zeit eröffnete sich die Möglichkeit, eine Ausbildung zum Fluggerätemechaniker (amerikanische Lizenz) zu machen. 

Das erste Mal weg von zuhause fing ich an, den Glauben selber zu leben und in die Tat umzusetzen.

 

Im Jahre 2002 ging es dann auf die Inseln als Missionar, um diese Ausbildung als Flugzeugmechaniker bei Peter Reichert, dem damaligen Leiter des Flugdienstes auf Yap zu beginnen und ich konnte sie erfolgreich abschließen und als Fluggerätemechaniker arbeiten. Neben dieser technischen Arbeit half ich in der Gemeinde mit (PMF Pacific Mission Fellowship) in den Bereichen Musik, Bibelstunden und Gefängnisarbeit.

 

Im Jahr 2012 eröffnete Gott eine einzigartige Gelegenheit in die Nähe von Portland (Oregon) zu ziehen, um dort eine Ausbildung bei Hillsboro Aero Academy als Pilot zu beginnen. Die Ausbildung dauerte etwa eineinhalb Jahre. Im Anschluss daran arbeitete ich für weitere eineinhalb Jahre als Fluglehrer, um die erforderlichen 1000 Flugstunden zu sammeln, die für eine Tätigkeit in diesen Breitengraden des Pazifiks notwendig sind. Diese Zeit war nicht nur wertvoll, um Flugerfahrung und Flugstunden zu sammeln, sondern auch das nötige Vertrauen und die Kompetenz anzueignen, bei schlechtem Wetter und Nebel zu fliegen. Es war zusätzlich eine wunderbare Möglichkeit Jesus im Alltag meinen Studenten und anderen Ausbildern bei der Flugakademie zu bezeugen und vorzuleben.

 

Im Sommer 2015 kehrte ich nach Yap (Federated States of Micronesia) zurück und diene nun als Pilot/Mechaniker auf der Insel. Aber das ist nicht meine einzige Aufgabe. Meine Leidenschaft galt schon immer auch der Gemeinde Jesu Christi.

 

(Epheser 4: 11-16). So suche ich wieder neu meinen Platz in der Gemeinde vor Ort, um mitzuhelfen und mitzudienen.

Ehre sei Gott!

 

Ergänzung 2020:

 

Im Oktober 2019 wurde Simons Frau Rachelle gewaltsam von ihm weggerissen. Seither lebt Simon mit der Pflegetochter Deesha bei den Schwiegereltern in Wisconsin und erlebt dort eine gute und vielseitige Begleitung in der Bewältigung dieser schockierenden Ereignisse. Langsam fängt sich Simon wieder, gewinn neue Hoffnung und Lebensperspektiven. Sie alle haben ihn in diesem harten Lebensabschnitt weiterhin kräftig unterstützt und sind für Ihn zum Segen geworden, so wie uns das Gottes Wort sagt. Ganz herzlichen Dank! Sprüche 31: 8

 

„Tu deinen Mund auf für die Stummen und für die Sache derer, die verlassen sind.“  2.Korinther 12:10 „Darum bin ich guten Mutes in Schwachheit, in Misshandlungen, in Nöten, in Verfolgungen und Ängsten um Christi willen; denn wenn ich schwach bin, so bin ich stark.“

 

Simon war über 17 Jahren für PMA im Einsatz. Den Großteil seiner Zeit hat er als Flugzeugmechaniker - später als Pilot - auf Yap verbracht. Er hatte seinen Dienst von ganzem Herzen getan und viele Überstunden geleistet, wenn mal wieder schnell die Wartung eines Flugzeuges fertiggestellt werden musste, oder Menschen in Not waren. Er hatte Yap geliebt und sich für die Menschen dort auch privat sehr eingesetzt. Er hatte eine umfangreiche Flugerfahrung und viele Freundschaften zu den vielen Außeninsulanern aufgebaut. Nun hinterlässt er eine gewaltige Lücke. Die Yapesen vermissen ihn dort und hoffen, dass er bald wieder nach Hause und zu ihnen zurückkommt. Das gesamte PMA – Team dankt Simon von ganzem Herzen für seinen uneigennützigen, hingebungsvollen und treuen Missionsdienst bei PMA. Vor einigen Monaten hat Simon in den USA endlich seine Arbeitserlaubnis erhalten, und arbeitet in einem Hangar in Wisconsin. Wir wünschen Ihm Jesu Trost, Führung und Kraft für den neuen Lebensabschnitt.

 

 

Erfahren Sie hier mehr über die Mitarbeit bei der PMA:

 

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